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Was ist Spiegeltherapie in der Ergotherapie?

Die Spiegeltherapie ist ein neurorehabilitatives Verfahren, das eingesetzt wird, um Bewegungsfähigkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Dabei wird ein Spiegel zwischen die Arme oder Beine gestellt, sodass die gesunde Seite im Spiegel zu sehen ist. Durch gezielte Bewegungen der gesunden Extremität entsteht für das Gehirn der Eindruck, die betroffene Seite bewege sich ebenfalls normal.

Dieser optische „Trick“ aktiviert Gehirnareale, die für Bewegung, Wahrnehmung und Schmerzverarbeitung zuständig sind – und kann so Heilungsprozesse fördern.

Praxis für Ergotherapie - medizinisch-therapeutische Behandlung - Eine Therapeutin führt eine Lasertherapie an der Hand eines schwarz gekleideten Patienten durch.

Wofür wird Spiegeltherapie eingesetzt?

Spiegeltherapie kommt häufig zum Einsatz bei:

Wie funktioniert die Behandlung?

Während der Therapie:

1.

Wird die betroffene Hand/Seite hinter dem Spiegel versteckt, sodass sie nicht sichtbar ist.

2.

Die gesunde Hand wird im Spiegel reflektiert, wodurch eine „gesunde“ Bewegung der betroffenen Seite vorgetäuscht wird.

3.

Die Patientin oder der Patient führt gezielte Bewegungsübungen durch, die im Spiegel beobachtet werden.

4.

Das Gehirn interpretiert das Spiegelbild als Bewegung der betroffenen Seite und aktiviert entsprechende neuronale Netzwerke.

Praxis für Ergotherapie - medizinisch-therapeutische Behandlung - Ein offenes Buch und eine Lampe auf einem blauen Schal mit Lichtern im Hintergrund.

Was bewirkt Spiegeltherapie?

Die Methode kann:

  • Schmerzen lindern (insbesondere Phantomschmerzen und CRPS)
  • Bewegungsvorstellungen verbessern
  • Motorische Fähigkeiten fördern
  • Spastik reduzieren
  • Wahrnehmungsstörungen (z. B. Neglect) positiv beeinflussen

Durch die Kombination aus visueller Rückmeldung und Bewegung wird das Gehirn angeregt, sich neu zu organisieren (Neuroplastizität).

Was ist Handtherapie in der Ergotherapie?

Die Handtherapie ist ein spezialisiertes Fachgebiet innerhalb der Ergotherapie, das sich mit der Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen der Hand, des Handgelenks, des Unterarms und des Ellenbogens befasst. Ziel ist es, die Funktion, Beweglichkeit, Kraft, Geschicklichkeit und Schmerzfreiheit der oberen Extremität wiederherzustellen oder zu verbessern, damit Betroffene ihre alltäglichen Handlungen wieder möglichst selbstständig ausführen können.